10. Februar 2026 // 19:00 bis 20:30 –
Wie Künstliche Intelligenz Natur- und Umweltschutz revolutionieren könnte – Chancen und Risiken
Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt: Sie kann Texte schreiben, Bilder generieren und selbstständig lernen. Während die Maschinen immer schlauer werden, verbrauchen sie Unmengen an Energie und Rohstoffen. Doch was, wenn sie der Natur nicht nur schaden, sondern ihr auch helfen könnten und Künstliche Intelligenz zum Schutz der biologischen Vielfalt beiträgt?
Die Biologin Frauke Fischer und die Wirtschaftswissenschaftlerin Hilke Oberhansberg gehen in ihrem jüngsten Buch dieser Frage auf den Grund und zeigen, wie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Tierarten und Ökosysteme erhalten und denr Naturschutz revolutioniert werden kann – wenn sie denn richtig eingesetzt wird.
Bereits heute kommen ausgeklügelte KI-Anwendungen im Naturschutz zum Einsatz. So werden beispielsweise kleinste Lebewesen wie Insekten oder Vögel zu wertvollen Datenlieferanten und helfen dabei, Naturkatastrophen oder Krankheitsausbrüche frühzeitig zu erkennen. Auch Tierstimmen lassen sich dank KI entschlüsseln: Sie verraten, ob ein Ökosystem intakt oder aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Dennoch kein Grund für technologische Hybris: Die Natur braucht keine App und keine KI – aber wir Menschen brauchen die Natur. Tiere und Pflanzen, so die Auto-rinnen, haben über Millionen Jahre Fähigkeiten entwickelt, die jeder KI-Anwendung überlegen sind. Ihr Buch ist deshalb auch ein Plädoyer, Selbstüberschätzung zu vermeiden: Nur im Zusammenspiel von natürlicher und künstlicher Intelligenz lässt sich die biologische Vielfalt bewahren.
Frauke Fischer ist promovierte Biologin, Rednerin, Autorin und Unternehmerin. Sie gründete 2003 die Agentur »auf!«, die erste deutsche Unternehmensberatung mit einem Fokus auf Biodiversität. Frauke Fischer arbeitet zudem als Dozentin an der Fakultät für Biologie der Universität Würzburg.


