MIN-Bündnispartner im virtuellen Meeting

Volles Haus oder besser „voller Bildschirm“ herrschte beim letzten virtuellen Bündnispartnertreffen, zu dem der Koordinierungskreis der Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) eingeladen hatte. MIN setzt sich gemeinsam mit seinen über 50 Bündnispartnern für eine nachhaltige Entwicklung in München ein – in spezifischen Themen, aber auch übergreifend in strategischen Fragen.  Auf dem Programm standen unter anderem die Beantwortung der Fragen, welche Ziele im laufenden Jahr 2021 verfolgt werden sollen, wo der meiste Handlungsbedarf besteht und wie effektive Synergien unter den Bündnispartnern, mit der Kommunalpolitik, der Stadtverwaltung, der örtlichen Wirtschaft, der Wissenschaft und weiteren Organisationen, aber auch zwischen den Manufakturen aufgebaut oder vertieft werden können sowie die Vorstellung der zur Wahl stehenden vier KandidatInnen für den Koordinierungskreis.

Umfrage – Es gibt noch viel zu tun!

Manufakturen heißen die acht Arbeitsforen bei MIN, die zur Umsetzung der Ziele geschaffen wurden. In diesen werden die 17 SDGs (Sustainable Development Goals) aufgenommen, die in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen festgelegt wurden und zu denen sich die Stadt München ausdrücklich bekennt.

Die TeilnehmerInnen des Bündnispartnertreffens, die in diesen Manufakturen aktiv sind, waren bereits im Vorfeld aufgefordert worden, in einem Fragebogen anzugeben, wie sie aktuell die Umsetzung der SDGs seitens der Landeshauptstadt beurteilen. Von „Bereits auf einem guten Weg“ bis hin zu „Hier ist noch wenig passiert“ rangierten die Beurteilungen. Fazit: Es gibt noch viel zu tun in dieser Stadt!

Insbesondere bei den Themen „Ungleichheit und Armut bekämpfen, Geschlechtergerechtigkeit und Menschenrechte“ wurden Defizite gesehen, die durch die Corona-Pandemie noch deutlicher zutage treten. Auch bei „Nachhaltigkeit in der Produktion und im Konsum“ oder beim Thema „Klima- und Naturschutz“ besteht aus Sicht der TeilnehmerInnen noch viel Handlungsbedarf. An dieser Stelle sollen auch die Unternehmen und großen Konzerne mehr in die Pflicht genommen werden. Der größte Fortschritt wurde bei den Themen „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ sowie „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ erkannt. Die höchste Punktzahl für die Umsetzung der SDGs hat es allerdings in keinem Bereich gegeben.

 Manufakturen mit vielen Ideen

Im Verlauf des Meetings wurden gemeinsam konkrete Ideen und Ansatzpunkte von Mitgliedern der einzelnen Manufakturen erarbeitet und präsentiert. Sie reichen von intensivem Netzwerken mit Beteiligten verschiedener Bereiche des öffentlichen Lebens bis hin zu konkreten Ideen zur Umsetzung beispielsweise von Verkehrsberuhigungen, Bürgerbeteiligungen, Stärkung von einzelnen Quartiersvierteln, Schaffung von Gerechtigkeit zur Nutzung öffentlicher Plätze, Mehr Grün in der Stadt und vielem mehr. Eines ist klar: Die Ideen gehen MIN und seinen engagierten Bündnispartnern nicht aus. Der Wille zu einer konstruktiven Verbesserung war in jedem einzelnen Beitrag deutlich erkennbar.

Zur Wahl gestellt

Auch die vier KandidatInnen, die sich für die Ergänzung des Koordinierungskreises bewerben und sich den TeilnehmerInnen an dieser Stelle vorstellten, sind mit viel Herzblut für ein „besseres München“ engagiert. Markus Hölzl, Gemeinwohl-Ökonomie, Helmut Schmidt, Umweltakademie, Maren Schüpphaus, Netzwerk Gemeinsinn, und Rajka Sickinger, Ernährungsrat München, stellen sich zur Wahl.

Auf den Geschmack gekommen? Informationen und Kontakte zu MIN und die Arbeit der acht Manufakturen gibt es in unter www.m-i-n.net

Gabriele Uelses

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