Was braucht ein Viertel, damit Begegnung einfach passieren kann? Dieser Frage ist die Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) mit dem Pilotprojekt „Westend Wohnzimmer“ nachgegangen. Über mehrere Wochen zog ein Wandertisch durch die Schwanthalerhöhe, machte an wechselnden Dritten Orten halt und verwandelte sie in ein Wohnzimmer für alle, ohne Anmeldung, ohne Eintritt, ohne Erwartungen. Bei Tee und Snacks kamen Nachbar*innen ins Gespräch, lernten sich kennen oder waren einfach da.
Dritte Orte sind informelle Treffpunkte ohne Konsumzwang: nicht Zuhause, nicht Arbeit, sondern der Ort dazwischen. Sie bringen Menschen zusammen, die sich sonst kaum begegnen würden, und lassen so Vertrauen und Zusammenhalt im Quartier wachsen.
Das Fazit des Pilotprojekts: Das Bedürfnis nach solchen Orten ist deutlich spürbar. Damit Begegnung gelingt, braucht es aber nicht nur einen passenden Raum, sondern auch Sichtbarkeit, Verlässlichkeit und vor allem Menschen, die da sind, willkommen heißen und sich kümmern. Genau daran arbeitet MIN nun gemeinsam mit ersten interessierten Orten im Westend weiter.


